Wie Coaching seine Wirkung entfaltet

Seit je her steckt ein Forscher in mir. Disziplinen, mit denen ich mich befasse, möchte ich in der Tiefe verstehen. Bevor ich mit dem Coaching-Business begann, war es mir besonders wichtig herauszufinden, was beim Menschen im Coaching passiert, besonders weil ich dadurch die Wirkung im Coaching erheblich erhöhen kann. Aus diesen Gründen stelle ich für alle Neugierigen, Skeptiker und Interessierten vor, wie wirkungsvoll Coaching sein und wie es jene in ihrem Leben weiterbringen kann. Dabei geht es mir in diesem ersten Teil darum, einen eher wissenschaftlichen Blickwinkel auf die Wirkung einzunehmen für all diejenigen, die das Thema auf rationaler Ebene verstehen wollen. Dagegen wird es im zweiten Teil eher philosophisch. Letztendlich haben beide Ansätze ihre Berechtigung.

Das Gehirn spielt bei der Wirkung im Coaching eine entscheidende Rolle

Zu Beginn machen wir eine kurze Reise in die Psychologie, in der bisher mehr geforscht wurde als in der Coaching-Theorie. Die „Hilfe zur Selbsthilfe“ existiert auf beiden Seiten. Der Leitsatz Coaching wirkt, wenn es wirkt, darüber, dass es das Gehirn verändert hat die Wirkungsforschung geprägt. Dies deutet auf eine Veränderung neuronaler Strukturen hin.

Die Chemie muss stimmen

Grundvoraussetzung im Coaching ist eine gute Beziehung zwischen Coach und Coachee. Wenn der Coachee merkst, dass die Chemie nicht stimmt, brauchst er das Coaching in der Konstellation nicht fortsetzen. Die Erfolgsaussicht auf Lösung oder Heilung ist dann lange nicht so gut wie mit guter Coach-Coachee-Beziehung. Es empfiehlt sich Zeit in die Suche für den passenden Coach zu investieren. Empathie und Wertschätzung sind Grundvoraussetzungen. Im Vorgespräch beschnuppern sich Coach und Coachee und stellen dabei fest, ob die Chemie stimmt. Auf neuronaler Ebene sorgt übrigens das Hormon Oxytocin (auch als Bildungshormon bekannt) für die verstärkte Wirkung.

Wo drückt der Schuh?

Im Mittelpunkt des Coachings steht natürlich der Coachee mit seinen Themen. Oft läuft das Fass schon über oder der Wunsch nach Veränderung ist besonders groß, wenn der Coachee zum ersten Mal einen Coach aufsucht. Im Coaching befassen wir uns mit seinen Problemen aus verschiedenen Blickwinkeln, rational aber noch viel mehr auf der Gefühlsebene. Je besser der Coachee während des Coachingprozesses in Kontakt mit seinen Emotionen kommt, desto größer sind die Erfolgsaussichten auf Veränderung. Meine Aufgabe als Coach ist es unter anderem die Vergegenwärtigung seines Problems zu fördern und das Thema an die Oberfläche zu holen. Nur so funktioniert Verarbeitung und Veränderung im Gehirn. Vorweggenommen sei, dass Verarbeiten und Loslassen erst funktionieren, wenn sich das Problem zeigt und der Coachee es betrachten kann.

Die Aktivierung von Kraftquellen

Innere und äußere Kraftquellen dienen zur Bewältigung von Problemen. Im Außen können solche Kraftquellen die Familie, Freunde oder im beruflichen Kontext Kollegen sein. Im Inneren haben sich Kraftquellen manifestiert, die aus der Vergangenheit resultieren. Dazu zählen beispielsweise sinnvolle Strategien oder Fähigkeiten aus der Kindheit oder Jugend. Aber auch angeeignetes Wissen und positive Erfahrungen sind Beispiele für innere Ressourcen. Diese werden während der Coaching-Sitzung aktiviert, damit der Coachee in eine positive Haltung gelangt. Meine Aufgabe ist es den Coachee anzuleiten und seine Kraftquellen zum richtigen Zeitpunkt zu aktivieren.

Warum persönliche Probleme existieren

Ein weiterer wichtiger Aspekt im Coaching ist, dass der Coachee eine Idee über die Ursprünge und Hintergründe seiner Probleme bekommt. Probleme können nämlich durchaus einen Sinn verfolgen und es ist wichtig, dass der Coache diesen versteht, damit er das Problem bewältigen kann. Dabei unterstütze ich als Coach durch punktgenaue Interventionen.

Wie Problembewältigung funktioniert

Der Skeptiker würde sich beim bisherigen Lesen wahrscheinlich fragen Soll das alles sein? Nein, das ist gewiss nicht alles. Das bisher Beschriebene stellt die Grundlage für wirkungsvolles Coaching dar. Wirklich vollständig ist Coaching jedoch nur, wenn das Problem des Coachee bewältigt bzw. verändert wird. Es kommt drauf an, ob der Coachee es zulässt, in die Tiefe seines Selbst einzutauchen. Wer ein konkretes Problem nämlich im Kern löst, löst oftmals auch das übergeordnete Thema. Im Coaching werden Vor- und Nachteile abgewogen, das Thema von allen Seiten betrachten und Klarheit geschaffen. Viel wichtiger ist jedoch, das der Coachee an einen Punkt herangeführt wird, an dem er sein Problem loslassen kann. Hier kann es auch mal emotional werden. Wichtig ist zu wissen, dass der Coachee den Takt angibt und zu jeder Zeit die volle Kontrolle besitzt.

Auf dem Gipfel der Wirksamkeit im Coaching

Damit Coaching eine gewisse Heilung herbeiführt, muss sich seine Wirkung erst einmal entfalten. Die Entfaltung startet während einer Coaching Sitzung, wenn ein gewisses Aha-Erlebnis eintritt. Aha-Erlebnisse sind sogar anhand von Gehirnwellen messbar und setzen voraus, dass ein unbewusster Weg beim Verlassen der inneren Sackgasse genommen wird. Aha-Erlebnisse haben eine nachhaltige Wirkung und können mit Hilfe von Hausaufgaben aktiv unterstützt werden.

Beim Emotionscoaching nach dem emTrace®-Ansatz erlebt der Coachee häufig eine Regulierung seiner übersteuerten Emotionen oder einen inneren Perspektivwechsel, nachdem er seine Aufmerksamkeit auf zwei unterschiedliche Reize lenkt. Der eine Reiz richtet sich auf sein Coaching-Thema (Stresstrigger), der andere beispielsweise auf einen festen Blickpunkt im Raum. Dadurch sorgen wir für eine gerechte Ressourcenverteilung im Gehirn zwischen Stressnetzwerk und Steuerungsnetzwerk. Nähere Informationen findest du auch in meinem Blog-Beitrag Emotionscoaching – So funktioniert´s

Wirkung durch Loslassen

Heilung erfolgt durch Loslassen. Wirkliches Loslassen ist jedoch nicht so einfach, wie es klingt. Loslassen funktioniert erst dann, wenn der Coachee bereit dafür ist. Der Coachee musst in sein Thema eintauchen, sich mitunter seinem emotionalen Schmerz stellen und ihn annehmen, bis er sich gelöst hat und sich sein unangenehmes Gefühl beruhigt. Je tiefer das Problem sitzt, desto intensiver gehst er dorthin, denn die Lösung steckt in ihm selbst.

Nachdem sich der Coachee seinem Thema gewidmet hat, die emotionale Verarbeitung angekurbelt wurde und weiterhin aufmerksam ist, wird er feststellen, dass sich angrenzende Themen positiv verändern, mit denen er vielleicht gar nicht gerechnet hat. Wird das Innere verändert, passt sich das erlebte Äußere an.

Wenn du mehr dazu erfahren möchtest oder dich für eine persönliche Veränderung begleiten lassen willst, dann schreibe mich gerne hier an oder nutze die Schaltfläche unten für ein kostenloses Erstgespräch, bei dem wir über deine Herausforderungen sprechen können.