Wie wir negative Gedanken stoppen - Ein Gedankenexperiment

Negative Gedanken erzeugen negative Gefühle. Negative Gefühle erzeugen wiederum negative Gedanken. Das geht immer so weiter und wir befinden uns schneller als gedacht in der Abwärtsspirale. Zugleich entfernen wir uns immer mehr von der Lösung unseres Problems. Negative Gedanken und Gefühle stoppen, das können wir erst, wenn wir uns ihnen bewusst werden. Nur wie werden wir das? Indem wir versuchen präsent im Hier und Jetzt durchs Leben zu gehen. Das klingt einfacher gesagt als getan. Doch wenn wir unser Bewusstsein trainieren, verläuft die Lernkurve zu Beginn besonders steil. Nach einigen Tagen Training registrieren wir negative Gedanken sogar bereits im Augenblick des Entstehens. Aber bevor wir so weit sind, schauen wir unseren Weg dort hin nochmal genau an.

Wann sollen wir anfangen?

Prinzipiell hält uns nichts davon ab, genau jetzt damit anzufangen, unsere negativen Gedanken zu stoppen. Wir sollten nicht so lange warten, bis die Dinge irgendwann in Ordnung kommen und uns das Glück heimsucht. Konzentrieren wir uns weiterhin auf Negatives, werden wir Erfahrungen mit Negativem sammeln. Dinge, mit denen wir uns beschäftigen, werden wachsen. Bald sind wir Experten für Probleme. Aber wollen wir nicht Experten für Lösungsansätze werden?

Konsumieren wir negative Gedanken im Übermaß, sind sie genauso schädlich wie ungesundes Essen. Sie bringen uns zuerst in eine psychische Abwärtsspirale. Körperliche Beschwerden lassen meistens nicht lange auf sich warten. Wir fangen am Besten direkt damit an, unsere Gedanken zu kontrollieren.

Negative Gedanken sind Energieräuber

Negative Gedanken sind wahre Energieräuber. Sie bremsen uns und nehmen uns Kraft und Energie, die wir viel effektiver einsetzen könnten. Wir denken nur daran, was wir in unseren Lebensbereichen gerne alles umsetzen oder mehr machen möchten. Bekommen wir Kontrolle über unser Gedankenchaos, so gelingt es uns viel leichter, unsere Vorhaben umzusetzen.

Wir alle kennen Menschen, deren negative Denkmuster im Laufe der Jahre so selbstverständlich geworden sind, dass ihnen ihre eigenen Probleme gar nicht mehr auffallen. Ganz nach dem Motto, lieber das bekannte Elend als die unbekannte Freiheit zieht die Lebensfreude an ihnen vorbei. Wir wollen nicht zu diesen Pessimisten gehören! Mit mehr Energie gehen wir wacher durchs Leben und können es somit viel mehr genießen.

Drei Vorgehensweisen, um negative Gedanken zu stoppen

Wie werden wir diese Gedanken, die uns nicht weiterbringen, nun los? Grundsätzlich müssen wir im Tagesverlauf unsere Aufmerksamkeit stärker nach Innen richten und beobachten, welche Bilder, Gedanken und Gefühle auftauchen. Welche davon sind negativ, auf die wir verzichten wollen? Hier findest du drei unterschiedliche Möglichkeiten negative Gedanken zu kontrollieren.

1. Sage innerlich Stopp!

Negative Gedanken stoppen, das können wir in der Tat wörtlich nehmen. Immer wenn uns negative Gedanke auffallen, sagen wir innerlich STOPP und lenken unsere Gedanken auf den Atem. Dann bleiben wir für einen kurzen Moment bewusst beim Ein- und Ausatmen und lassen den Gedanken ziehen. Der Atem dient uns dabei als allgegenwärtiger Anker. Wir jagen den Gedanken nicht hinterher. Wir nehmen sie nur wahr, sagen STOPP und lassen sie ziehen.

Negative Gedanken stoppen - Sage innerlich Stopp

2. Sage äußerlich Stopp!

Wir klatschen in die Hände

Das oben beschriebene Vorgehen funktioniert auch, wenn wir das STOPP-Signal laut aussprechen. Zudem kombinieren wir den STOPP-Laut mit einer Geste oder einer Bewegung. Beispielsweise springen wir  in die Luft und klatschen in die Hände. Das klingt im ersten Moment etwas merkwürdig, hilft uns aber enorm, um aus dem Gedankenstrudel zu kommen. Wer sportlich ist, kann z.B. auch eine Liegestütze machen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Das Vorgehen ist besonders effektiv, wenn wir tief in den Gedanken gesunken sind. 

3. Benenne deinen Gedanken bei der Meditation

Wir können das Gedankenexperiment wunderbar in unsere Meditationspraxis einbauen. Begegnet uns während der Meditation ein negativer Gedanke, dann verabschieden wir uns innerlich von ihm, indem wir ihn einfach benennen. Verabschiede dich von dem Gedanken und lasse ihn ziehen, wie Blätter, die auf der Oberfläche eines Flusses vorbeigleiten. Wir können negative Gedanken auch bewusst anziehen, um uns von Ihnen zu lösen. Dann können wir uns den Rest des Tages auf Positives konzentrieren.

Energieblockaden erkennen

Welcher Gedanke uns auch immer in den Kopf kommt, wir benennen ihn, wie z.B.  Arbeitsweg, Meeting, Kollege, Stau, Werkstatt, und lassen ihn ziehen. Wir  schenken negativen Gedanken keine unnötige Energie, damit wir sie effizienter nutzen können.

Die Königsdisziplin - negative Gedanken in Positive umwandeln

Der Philosoph Marcus Aurelius schrieb: Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken. Ein positives Leben mit einer Fülle an Leichtigkeit und Lebensfreude geht demnach mit positiven Gedanken einher. Das bedeutet nicht, dass wir unsere Probleme ignorieren sollten. Wenn wir aber die Haltung zu unseren Problemen verändern, werden wir zum proaktiven Akteur unseres Lebens. Wie können wir nun in der Praxis negative Gedanken in Positive umwanden?

Nehmen wir ein Beispiel aus dem Berufsleben: Wir ärgern uns über eine schlechte Bewertung unseres Chefs. Diesen Gedanken können wir umformulieren in: Wir ärgern uns zwar über die schlechte Bewertung des Chefs, nutzen die Energie aber um uns stetig zu verbessern. Jede Emotion, auch wenn wir sie als negativen Gedanken auffassen, meint es positiv mit uns. Sie möchte uns Energie für die persönliche Veränderung geben.

Ein zweites Beispiel: Ich habe Angst, mich meiner beruflichen Herausforderung zu stellen. Diesen Satz könnten wir umwandeln in: Ich habe zwar Angst mich meiner Herausforderung zu stellen, deute dies aber als Hinweis darauf, mich so gut wie möglich vorzubereiten. Durch die Vorbereitung bekomme ich Sicherheit, besiege meine Angst und komme im Leben voran.

Fange jetzt mit deinem Gedankenexperiment an!

Probiere es doch einfach mal aus. Um dich nicht zu überfordern, kannst du dir auch einen bestimmten Zeitraum definieren, indem du deine negative Gedanken stoppen und vielleicht sogar umwandeln möchtest. Bis zum Ende des Zeitraums werden die negativen Gedanken bestimmt warten können. Vielleicht haben sie sich bis dahin aber auch schon in Luft aufgelöst und du fühlst dich schon viel leichter und fröhlicher. Sehe es als Herausforderung, aber gehe nicht zu verbissen an dein Gedankenexperiment heran. Bleibe mit mit Spaß und Leichtigkeit bei der Sache.
Negative Gedanken sind nicht die Realität. Wir erschaffen sie nur in unseren Köpfen. Deshalb dürfen sie niemals unser Leben bestimmen!

Wenn du mehr dazu erfahren möchtest oder dich für eine persönliche Veränderung begleiten lassen willst, dann schreibe mich gerne hier an oder nutze die Schaltfläche unten für ein kostenloses Erstgespräch, bei dem wir über deine Herausforderungen sprechen können.