Negative Gedanken loswerden - Ein Gedankenexperiment

Negative Gedanken loswerden ist nicht einfach. Besonders, wenn wir sie schon lange mit uns herumtragen. Negative Gedanken erzeugen negative Gefühle. Negative Gefühle erzeugen wiederum negative Gedanken. Das geht immer so weiter und wir befinden uns schneller in der Abwärtsspirale als gedacht. Zugleich entfernen wir uns immer mehr von der Lösung unseres Problems.

Negative Gedanken loswerden, das können wir sowieso erst, wenn wir uns ihnen bewusst werden. Nur wie erhalten wir dieses Bewusstsein? Grundsätzlich, indem wir versuchen präsent im „Hier und Jetzt“ durchs Leben zu gehen. Das klingt einfacher gesagt als getan – doch wenn wir unser Bewusstsein trainieren, verläuft die Lernkurve relativ steil. Nach einigen Tagen Training registrieren wir unsere negative Gedanken bereits im Augenblick des Entstehens. Aber bevor wir so weit sind, schauen wir uns den Weg dort hin genau an.

Wie wir negative Gedanken loswerden
Nicht kann uns stärker belasten als ständige negative Gedanken. Loswerden können wir sie durch Achtsamkeit

Negative Gedanken loswerden - Wir starten am besten sofort damit

Prinzipiell hält uns nichts davon ab, genau jetzt damit anzufangen, unsere negativen Gedanken zu stoppen. Wir sollten nicht glauben, die Dinge kommen irgendwann von selbst in Ordnung. Das wird nämlich nicht ohne unser zutun eintreten. Fokussieren wir weiterhin das Negative, werden wir das Negative abziehen und negative Erfahrungen sammeln.

Negative Nachrichten sind sie genauso schädlich wie ungesundes Essen. Sie erzeugen negative Gedanken und bringen uns in die psychische Abwärtsspirale. Auch körperliche Beschwerden lassen meist nicht lange auf sich warten. Schon bald sind wir Experten für Probleme. Dabei haben wir doch viel mehr davon, wenn Experten für Lösungsansätze werden.

Negative Gedanken sind Energieräuber

Negative Gedanken sind wahre Energieräuber. Sie bremsen uns aus und nehmen uns Kraft. Alles dreht sich beispielsweise darum, was wir nicht erreichen oder uns die anderen voraus haben. Dies raub uns alleine so viel Energie, dass wir erst gar nicht in die Umsatzung kommen. Doch bekommen wir Kontrolle über unser Gedankenchaos und grübeln weniger, so erhalten wir wieder genügend Kraft für die Umsetzung.

Wir alle kennen Menschen, deren negative Denkmuster im Laufe der Jahre so selbstverständlich geworden sind, dass ihnen ihre eigenen Probleme gar nicht mehr auffallen. Ganz nach dem Motto: „lieber das bekannte Elend als die unbekannte Freiheit“ zieht die Möglichkeit eines erfüllten Lebens an ihnen vorbei. Wir wollen nicht auch zu solchen Pessimisten werden.

3 Tipps, wie wir negative Gedanken loswerden

Wie werden wir negative Gedanken in der Praxis los? Grundsätzlich müssen wir uns im Alltag angewöhnen, unsere Aufmerksamkeit wieder stärker nach Innen richten und beobachten, welche Bilder, Gedanken und Gefühle auftauchen. Welche davon sind negativ? Hier sind drei unterschiedliche Möglichkeiten negative Gedanken zu kontrollieren und loszuwerden.

1. Sage innerlich Stopp!

Negative Gedanken stoppen, das können wir in der Tat wörtlich nehmen. Immer wenn uns negative Gedanke auffallen, sagen wir innerlich STOPP und lenken unsere Gedanken auf den Atem. Dann bleiben wir für einen kurzen Moment bewusst beim Ein- und Ausatmen und lassen den Gedanken ziehen. Der Atem dient uns dabei als allgegenwärtiger Anker. Wir jagen den Gedanken nicht hinterher. Wir nehmen sie nur wahr, sagen STOPP und lassen sie ziehen.

Negative Gedanken stoppen - Sage innerlich Stopp
Sage innerlich Stopp, um negative Gedanken loszuwerden.

2. Sage äußerlich Stopp!

Wir klatschen in die Hände
Sage im Außen Stopp um negative Gedanken loszuwerden

Das oben beschriebene Vorgehen funktioniert auch, wenn wir das STOPP-Signal laut aussprechen. Zudem kombinieren wir den STOPP-Laut mit einer Geste oder einer Bewegung. Beispielsweise springen wir  in die Luft und klatschen in die Hände. Das klingt im ersten Moment etwas merkwürdig, hilft uns aber enorm, um aus dem Gedankenstrudel zu kommen. Wer sportlich ist, kann z.B. auch eine Liegestütze machen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Das Vorgehen ist besonders effektiv, wenn wir tief in den Gedanken gesunken sind. 

3. Benenne deinen Gedanken bei der Meditation

Wir können das Gedankenexperiment wunderbar in unsere Meditationspraxis einbauen. Begegnet uns während der Meditation ein negativer Gedanke, dann verabschieden wir uns innerlich von ihm, indem wir ihn einfach benennen. Verabschiede dich von dem Gedanken und lasse ihn ziehen, wie Blätter, die auf der Oberfläche eines Flusses vorbeigleiten. Wir können negative Gedanken und Gefühle auch bewusst anziehen, um uns von Ihnen zu lösen. Dann können wir uns den Rest des Tages auf Positives konzentrieren.

Energieblockaden erkennen
Wenn wir negative Gedanken benennen, können wir uns im nächsten Schritt von ihnen lösen.

Welcher Gedanke uns auch immer in den Kopf kommt, wir benennen ihn, wie z.B.  Arbeitsweg, Meeting, Kollege, Stau, Werkstatt, und lassen ihn ziehen. Wir  schenken negativen Gedanken keine unnötige Energie, damit wir sie effizienter nutzen können.

Negative Gedanken stoppen in der Nacht

Jede(r) von uns ist Nachts bestimmt schon einmal wach geworden (vielleicht sogar schweißgebadet) und das Gedankenkarussell lief auf Hochtouren. Gerade zwischen 3 und 5 Uhr kann unser, zu dieser Zeit auf Höchststand angestiegener Melatoninspiegel dafür sorgen, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Der in dieser Zeit sehr niedrige Cortisolspiegel gibt uns den Rest. Unsere Sorgen und negative Gedanken werden dann zu einem riesigen Berg, den wir scheinbar niemals überwinden werden.
Falls wir zu dieser Zeit wach werden und uns die Sorgen nicht mehr einschlafen lassen, können wir uns bewusst machen, dass unsere Hormone für diesen Zustand verantwortlich sind. Mit dieser Haltung gelingt es uns deutlich besser, unsere negativen Gedanken zu stoppen, als hätten wir  dieses Wissen über unsere Hormone nicht.

Negative Gedanken in Positive umwandeln

Der Philosoph Marcus Aurelius schrieb: Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken. Ein positives Leben mit einer Fülle an Leichtigkeit und Lebensfreude geht demnach mit positiven Gedanken einher. Das bedeutet nicht, dass wir unsere Probleme ignorieren sollten. Wenn wir aber die Haltung zu unseren Problemen verändern, werden wir zum proaktiven Akteur unseres Lebens. Wie können wir nun in der Praxis negative Gedanken in Positive umwanden?

Nehmen wir ein Beispiel aus dem Berufsleben: Wir ärgern uns über eine schlechte Bewertung unseres Chefs. Diesen Gedanken können wir umformulieren in: Wir ärgern uns zwar über die schlechte Bewertung des Chefs, nutzen die Energie aber um uns stetig zu verbessern. Jede Emotion, auch wenn wir sie als negativen Gedanken auffassen, meint es positiv mit uns. Sie möchte uns Energie für die persönliche Veränderung geben.

Ein zweites Beispiel: Ich habe Angst, mich meiner beruflichen Herausforderung zu stellen. Diesen Satz könnten wir umwandeln in: Ich habe zwar Angst mich meiner Herausforderung zu stellen, deute dies aber als Hinweis darauf, mich so gut wie möglich vorzubereiten. Durch die Vorbereitung bekomme ich Sicherheit, besiege meine Angst und komme im Leben voran.

Fange jetzt mit deinem Gedankenexperiment an!

Probiere es doch einfach mal aus. Um dich nicht zu überfordern, kannst du dir auch einen bestimmten Zeitraum definieren, indem du deine negative Gedanken stoppen und vielleicht sogar umwandeln möchtest. Bis zum Ende des Zeitraums werden die negativen Gedanken bestimmt warten können. Vielleicht haben sie sich bis dahin aber auch schon in Luft aufgelöst und du fühlst dich schon viel leichter und fröhlicher. Sehe es als Herausforderung, aber gehe nicht zu verbissen an dein Gedankenexperiment heran. Bleibe mit mit Spaß und Leichtigkeit bei der Sache.
Negative Gedanken sind nicht die Realität. Wir erschaffen sie nur in unseren Köpfen. Deshalb dürfen sie niemals unser Leben bestimmen!

Wenn du mehr dazu erfahren möchtest oder dich für eine persönliche Veränderung begleiten lassen willst, dann schreibe mich gerne hier an oder nutze die Schaltfläche unten für ein kostenloses Erstgespräch, bei dem wir über deine Herausforderungen sprechen können.

Thomas Waaden Coaching Anonym hat 4,96 von 5 Sternen 51 Bewertungen auf ProvenExpert.com