Negative Gedanken loswerden - 5 Wege, wie das funktioniert.

Negative Gedanken loswerden, das ist nicht einfach. Besonders, wenn wir sie schon lange mit uns herumtragen. Negative Gedanken erzeugen negative Gefühle. Negative Gefühle erzeugen wiederum negative Gedanken. Das geht immer so weiter und wir befinden uns schneller in der Abwärtsspirale als angenommen. Zugleich entfernen wir uns immer mehr von der Lösung unseres Problems.

Negative Gedanken loswerden, das können wir sowieso erst, wenn wir uns ihnen bewusst werden. Nur wie erhalten wir dieses Bewusstsein? Grundsätzlich, indem wir versuchen präsent im Hier und Jetzt durchs Leben zu gehen. Das klingt einfacher gesagt als getan – doch wenn wir unser Bewusstsein trainieren, verläuft die Lernkurve relativ steil. Nach einigen Tagen der Übung registrieren wir unsere negative Gedanken bereits im Augenblick des Entstehens. Aber bevor wir so weit sind, schauen wir uns den Weg dort hin genau an.

Wie wir negative Gedanken loswerden
Nicht kann uns stärker belasten als ständige negative Gedanken. Loswerden können wir sie durch Achtsamkeit

Negative Gedanken und die Wissenschaft

Laut Wissenschaft haben wir täglich 60.000 bis 80.000 Gedanken haben. Der größere Teil davon ist in der Tat negativ oder mit Stress behaftet. Dies hat evolutionäre Gründe. Unsere Vorfahren, die Neandertaler, konnten sich dadurch vor Gefahren, wie der Säbelzahnkatze, instinktiv schützen. Leider begreift unser Verstand immer noch nicht, dass dieses Tier vor viele Jahrtausenden ausgestorben ist. Wir müssen uns weiterhin mit den negativen Gedanken herumschlagen. Aber ist es nicht beruhigend, dass wir für ein Teil dieser Gedanken  nicht für können? Vielleicht können wir mit diesem Wissen Frieden mit unseren negativen Gedanken schließen. Das bedeutet nicht, dass wir uns ihnen hingeben sollten. Es bedeutet vielmehr, ihnen zu danken und sie dort einzuordnen, wo wir eine gewissen Distanz zu den negativen Gedanken wahren können.

Negative Gedanken loswerden - am liebsten sofort

Wann sollen wir eigentlich damit anfangen, unsere negativen Gedanken zu kontrollieren? Prinzipiell hält uns nichts davon ab, genau jetzt damit anzufangen. Wir dürfen nicht glauben, die Dinge kommen irgendwann von selbst in Ordnung. Ansonsten ergeben wir uns dem Gedankenkarussell. Eine spürbare Besserung wird nämlich nicht ohne unser zutun eintreten. Fokussieren wir weiterhin das Negative, werden wir es weiterhin anziehen und negative Erfahrungen sammeln. Was wir in unserem Kopf aktivieren werden wir im Außen manifestieren. 

Was machen negative Nachrichten mit uns?

Negative Nachrichten sind übrigens genauso schädlich wie ungesundes Essen. Sie haben keinen besonderen Nährstoffgehalt und verursachen langfristig sogar Schäden. Die negativen Nachrichten erzeugen negative Gedanken und bringen uns in die psychische Abwärtsspirale. Wir sollten uns gut überlegen, welche und wieviele Nachrichten wir uns tagtäglich reinziehen. Denn nachdem die Tagesschausprecherin „Guten Abend meine Damen und Herren“ gesagt hat, tendieren die weiteren Berichterstattungen leider in eine gegenteilige (schlechte) Richtung. 80 Prozent der Informationen sind i.d.R. negative Nachrichten und somit negativer Input für unser Gehirn. Sehr bald sind wir Experten für Probleme. Haben wir denn nicht viel mehr davon, als Experte von Lösungsansätzen durch die Welt zu gehen?

Negative Gedanken sind Energieräuber

Unsere negativen Gedanken sind auch verkleidete Energieräuber. Sie bremsen uns aus und entziehen uns mentale und körperliche Kraft. Alles dreht sich beispielsweise darum, was wir nicht erreichen oder uns die anderen voraus haben. Dies alleine raubt uns so viel Energie, dass wir es oft nicht schaffen, in die Umsatzung kommen. Doch bekommen wir die Kontrolle über unser Gedankenkarussell und grübeln dadurch weniger, so erhalten wir wieder genügend Kraft der unserem Antrieb dient, um den inneren Motor zu starten.

Bestimmt kennen wir alle diese Menschen, deren negative Denkmuster im Laufe der Jahre so selbstverständlich geworden sind, dass ihnen ihre eigenen Probleme gar nicht mehr auffallen. Ganz nach dem Motto: Lieber das bekannte Elend als die unbekannte Freiheit zieht ein glückliches Lebens an ihnen vorbei. Wir selbst wollen doch nicht zum solchen Pessimisten werden, oder?

5 Tipps, wie wir unsere negative Gedanken loswerden

Wie können wir negative Gedanken stoppen? Vor allem sollten wir uns im Alltag angewöhnen, unsere Aufmerksamkeit wieder stärker nach Innen zu richten. Wir können beobachten, welche Bilder, Gedanken und Gefühle auftauchen. Zum Beobachter der eigenen Gedanken zu werden, um uns von den negativen Gedanken distanzieren zu können, ist eine Grundvoraussetzung für die unten beschriebenen Tipps.

1. Sage innerlich Stopp zu negativen Gedanken

Negative Gedanken stoppen, das sollten wir in der Tat wörtlich nehmen. Immer wenn uns negative Gedanke auffallen, sagen wir innerlich STOPP und lenken unsere Gedanken auf den Atem. Dann bleiben wir für einen kurzen Moment bewusst beim Ein- und Ausatmen und lassen den Gedanken ziehen. Der Atem dient uns dabei als allgegenwärtiger Anker. Wir jagen den negativen Gedanken nicht hinterher. Wir nehmen ihn nur wahr, sagen innerlich STOPP und lassen ihn ziehen.

Negative Gedanken stoppen - Sage innerlich Stopp
Sage innerlich Stopp, um negative Gedanken loszuwerden.

2. Sage auch Stopp im Außen

Das unter 1. beschriebene Vorgehen funktioniert auch, wenn wir das STOPP-Signal laut aussprechen. Zudem kombinieren wir den STOPP-Laut mit einer Geste oder einer Bewegung. Beispielsweise springen wir  in die Luft und klatschen in die Hände. Das klingt im ersten Moment etwas merkwürdig, hilft uns aber enorm, um aus dem Gedankenstrudel zu kommen. Wer sportlich ist, kann z.B. auch eine Liegestütze machen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Dieses Vorgehen ist besonders effektiv, wenn wir tief in die negativen Gedanken versunken sind. 

Wir klatschen in die Hände
Sage im Außen Stopp um negative Gedanken loszuwerden

3. Gedanken bennenen bei der Meditation gegen negative Gedanken

Wir können dieses Gedankenexperiment auch wunderbar in unsere Meditationspraxis einbauen. Begegnet uns während der Meditation ein negativer Gedanke, dann verabschieden wir uns innerlich von ihm, indem wir ihn einfach benennen. Verabschiede dich von dem Gedanken und lasse ihn ziehen, wie ein Blatt, das auf der Oberfläche eines Flusses vorbei gleitet. Diese Meditation können wir auch „Meditation gegen negative Gedanken“ nennen.

Energieblockaden erkennen
Wenn wir negative Gedanken benennen, können wir uns im nächsten Schritt von ihnen lösen.

Als fortgeschrittene Gedankenauflöser können wir negative Gedanken und Gefühle sogar bewusst anziehen, um uns proaktiv von ihnen zu lösen. Gibt es Gedanken, die dich immer wieder heimsuchen? Dann gehe von Verstand ins Körpergefühl und beobachte es. Damit löst du das ungute Gefühl auf und der Gedanke kann gehen. Wir  schenken negativen Gedanken keine unnötige Energie, damit wir sie effizienter nutzen können.

4. Negative Gedanken stoppen in der Nacht

Jeder von uns ist Nachts bestimmt schon einmal wach geworden (vielleicht sogar schweißgebadet) und das Gedankenkarussell lief auf Hochtouren. Gerade zwischen 3 und 5 Uhr kann unser, zu dieser Zeit auf Höchststand angestiegener Melatoninspiegel dafür sorgen, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Der in dieser Zeit sehr niedrige Cortisolspiegel gibt uns den Rest. Unsere Sorgen und negative Gedanken werden dann zu einem riesigen Berg, den wir scheinbar niemals überwinden können. Dazu ist unsere Lunge während dieser Zeit besonders aktiv. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist die Lunge den Emotionen Trauer und Kummer zugeordnet. Kein Wunder das negative Gedanken aufkommen können.

Falls wir zu dieser Zeit wach werden und uns die Sorgen nicht mehr einschlafen lassen, können wir uns bewusst machen, dass unsere Hormone für diesen Zustand verantwortlich sind. Alleine durch dieses Wissen gelingt es uns vielleicht, die negativen Gedanken und Gefühle zu akzeptieren und gelassener zu sein.

Atemübungen
Negative Gedanken in der Nacht können mit unserem Hormonspiegel zusammenhängen

5. Negative Gedanken in positive Umwandeln durch das Gefühl der Vorfreude

Vorfreude ist ein Gefühl, das für eine intensive Ausschüttung des Glückshormons Endorphin sorgt. Gleichzeitig empfinden wir weniger Stress. Doch die Vorfreude braucht die eigenen Gedanken als Geburtshelfer. Deshalb plane etwas, auf das du dich in naher Zukunft freuen kannst. Etwas, das dich innerlich und äußerlich zum lächeln bringt. Aktivierst du diesen Gedanken, wenn dich negative Gedanken gerade herunterziehen, steuern die damit aktivierten Gefühle (Glückshormone) gegen die negativen. Vorfreude kennt nur den Augenblick im Hier und Jetzt und wird aktiviert durch das Denken und durch deinen positiven Plan in der Zukunft. Wenn wir durch die Kraft unserer Gedanken zum Regisseur unserer Gedanken werden, können wir mit etwas Übung negative Gedanken in Positive umwandeln oder in einem erheblichen Maße, negative Gedanken loswerden.

Der Philosoph Mark Aurel prägte den Satz: Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken! Grundsätzlich geht ein positives Leben mit den Gefühlen von Leichtigkeit und Lebensfreude demnach mit positiven Gedanken und Gefühlen einher. Das bedeutet nicht, dass wir unsere Probleme ignorieren sollten. Jede Emotion hat ihre berechtigte Funktion im Leben – auch die, die sich nicht so schön anfühlen. Wenn wir unser innere Haltung zu unseren Problemen verändern, können wir zum Regisseur unserer Gedanken werden und negative Gedanken in Positive umwanden.

Negative Gedanken loswerden: Jetzt fängt dein Experiment an!

Probiere es doch einfach mal aus. Du hast nichts zu verlieren, denn du kannst nur Lebensfreude gewinnen. Nutze zu Beginn einen der beschriebenen Wege und experimentiere nach und nach mit ihnen herum. Um dich nicht zu überfordern, kannst du dir zum Beispiel einen bestimmten Zeitraum am Tag definieren, indem du deine negative Gedanken stoppen möchtest. In diesem Zeitraum gibt es einfach kein Platz für negative Gedanken. Sie werden bestimmt immer ein Stückchen länger warten können. Sehe dieses Experiment als Herausforderung aber gehe nicht zu verbissen an dein Vorhaben heran. Versuche entspannt bei der Sache zu bleiben.

Negative Gedanken sind nicht die Realität. Wir erschaffen sie nur in unserem Verstand. Deshalb dürfen sie unser Leben nicht bestimmen, denn wir sind viel mehr als das.

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