Mentale Stärke im Job: Vom Büro ins Homeoffice und wieder zurück

Lässt deine mentale Stärke bei diesem hin und her nach? Vom Büro ins Homeoffice und wieder zurück, das ruft bei dir Sorgen und Ängste hervor? Sorgst du dich um die Zeit nach dem Homeoffice-Alltag? Wird alles so wie vorher oder doch ganz anders? Möchtest du dafür deine inneren Kraftquellen aktivieren, weißt aber nicht wie? Falls etwas davon für dich zutrifft, dann wird dir mein Artikel interessante Zusammenhänge und Tipps für den Aufbau deiner inneren Kraftquellen liefern.

In diesem Bericht erfährst du:

  • den ganzheitlichen Zusammenhang zwischen den wichtigsten Botenstoffen im Gehirn und unseren Grundmotiven.
  • was du tun kannst, um gestärkt aus dem Homeoffice zurück in den Büroalltag zu kommen.
  • wie du wieder in Kontakt mit der Freude kommst.
  • Tipps, wie du (Zukunfts-)Ängsten begegnen und vorbeugen kannst.

Zu Beginn möchte ich dir kurz etwas Theorie über neuronale Ressourcenaktivierung vermitteln. Ressourcen (auch als innere Kraftquellen bezeichnet) sind positiv bewertete, neuronale Erregungsmuster. Das übergeordnete Ziel der Ressourcenaktivierung ist die Ausbalancierung unserer neurobiologischen Grundmotive. Wir erzeugen also ein mentales Gleichgewicht, wenn wir durch Aktivierung positiv auf diese Grundmotive einwirken. Unsere Grundmotive lauten nach dem Wholeception®-Modell:

  • Durchsetzung und Einfluss
  • Ordnung und Stabilität
  • Harmonie und Geborgenheit
  • Inspiration und Leichtigkeit

Sie sind nach farblicher Zuordnung mit folgenden Botenstoffen (Hormone und Neurotransmitter) verbunden, die im Gehirn produziert werden:

  • Testosteron
  • Cortisol
  • Oxytocin
  • Dopamin
Motivkompass nach Dirk Eilert
Motivkompass® nach Dirk W. Eilert

Diese Botenstoffe sorgen für die Regulation unserer Emotionen und sind damit essenziell für unser Wohlbefinden. Sie werden auch im Coaching angesprochen, z.B. um übersteuerte Emotionen wie Angst, Ärger oder Scham zu regulieren.

Die Abbildung oben zeigt eine Version des Motivkompasses® mit den vier neurobiologischen Grundmotiven und den zugehörigen Botenstoffen. Gegenüberliegende Motivpole stellen dabei gegensätzlich Energien dar.

Jeder Mensch verfügt über alle Ressourcen, die er braucht, um sein inneres Gleichgewicht herzustellen. Es ist jedoch möglich, dass wir dazu Unterstützung von außen gebrauchen könnten, gerade in solch ungewöhnlichen Zeiten wie aktuell. Im LinkedIn-Post habe ich beispielhaft beschrieben, wie wir Oxytocin aktivieren und für uns nutzen können. Unten beschreibe ich dir ein weiteres Beispiel, bei dem zwei Motivfelder in Wechselwirkung zueinander stehen und sich im Ungleichgewicht befinden.

Beispiel: Ungleichgewicht der beiden Motivfeldachsen „Ordnung und Stabilität“ & „Inspiration und Leichtigkeit“

In diesem Beispiel geht darum, wie sich ein Cortisol – Dopamin Ungleichgewicht manifestieren kann und wie wir es wieder ins Gleichgewicht bringen. Die mittlerweile lang andauernde Corona-Zeit kann dazu beitragen, dass ein Übergewicht im Grundmotiv Ordnung und Stabilität zum Tragen kommt.

Vielleicht haben wir uns im Home-Office ein sicheres Nest eingerichtet, in dem es sich mittlerweile gut aushalten lässt. Auch die Distanz zu unseren Kolleg*innen lässt sich mittlerweile gut aushalten. Wir fühlen uns sicher. Und der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier.

Der neuronale Botenstoff Cortisol und die Emotion Angst stehen mit diesem Thema stark in Verbindung. Angst löst zudem einen erhöhten Cortisolspiegel aus. Der Hang zur Vorsicht und zur generellen Vermeidung wird dadurch erhöht.

Bedauernswerterweise kann unser Grundmotiv Inspiration und Leichtigkeit unter den oben aufgezeigten Umständen in den Hintergrund rücken, wenn wir uns nicht darum kümmern. Damit verbunden sind beispielsweise die Bedürfnisse nach Kreativität oder Flexibilität. Emotionen wie Freude und Interesse sind mit diesem Grundmotiv verbunden. Möchten wir dieses Grundmotiv wieder stärken, müssen wir auf neurobiologischer Ebene den Botenstoff Dopamin aktivieren.

Wie können wir dieses Ungleichgewicht in der Praxis regulieren?

Wir können beispielsweise für die Regulation dieses Ungleichgewichts verstärkt Kreativitätstechniken im Job nutzen. Beispiele sind Mindmaps oder Brainstormings mit den Kolleg*innen. Diese können alleine oder im Team verwendet werden. Wenn die dahinter stehenden Aufgaben noch einen starken Nutzen für die eigene oder die gemeinsame Arbeit haben, werden weitere Hormone gefördert, die uns bei der Einstellung eines inneren Gleichgewichtes helfen.

Sinnvoll ist es zudem, bewusste Spaziergänge in der Natur vorzunehmen und sich dabei an den Naturschauspielen, die der Frühling uns bietet, zu erfreuen. Frage dich dabei: Was sind für mich Wunder der Natur? Welche davon kannst du sehen, hören oder auch riechen, bestaunen und regelrecht fühlen, während du in der Natur unterwegs bist? Nutze die Erinnerung daran auch später im Arbeitsalltag, indem du die Erinnerung nachspürst.

Individuelle Ressourcenaktivierung im Coaching

Das oben aufgeführte Thema ist ein Beispiel, wie unsere Motive ins Ungleichgewicht kommen können. Das trifft nicht auf jede Person zu. Wir sind individuelle Wesen mit unterschiedlichen Ausprägungen unserer Grundmotive. Kommen wir aus dem Gleichgewicht, ist Coaching ein adäquates Mittel, dieses wieder zu erlangen. Darüber hinaus können wir im Coaching emotionalen Stress und innere Blockaden regulieren.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinem Artikel eine Idee liefern, wie Ressourcenaktivierung funktionieren kann, in diesem Fall für die mentale Stärkung im Home Office. Wenn dich das Thema näher interessiert, du dir Unterstützung bei der Aktivierung deiner inneren Kraftquellen wünschst oder ein Thema hast, das dich belastet, dann melde dich bei mir und wir vereinbaren ein kostenloses Kennenlerngespräch. Ich freue mich über deine Nachricht.

Wenn du mehr zu diesem Thema erfahren möchtest oder dich für eine persönliche Veränderung begleiten lassen willst, dann schreibe mich gerne hier an oder nutze die Schaltfläche unten für ein kostenloses Erstgespräch, bei dem wir über deine Herausforderungen sprechen können.