Fokussieren lernen: 5 Tipps, wie wir uns besser fokussieren können

Fokussieren lernen ist leichter gesagt als getan. Nie zuvor in der Geschichte der Menschheit mussten wir mit dieser enormen Welle an tagtäglichen Informationen zurechtkommen. Durch Internet und E-Mails auf Computer und Handy verschmelzen Beruf und Privatleben regelrecht. Dies wir nochmal verstärkt, wenn wir im Homeoffice tätig sind. Wir checken nicht nur unsere beruflichen E-Mails nach der Arbeit, sondern auch unsere privaten E-Mails, WhatsApp-Nachrichten und Social Media News während der Arbeitszeit. Dies ist eine zusätzliche Belastung für unsere Wahrnehmungsfähigkeit. Zusätzlich öffnen wir im Durchschnitt 20 neue Tabs im genutzten Internetbrowser pro Stunde und entsperren 80-mal am Tag unser Smartphone.

Aus den oben genannten Gründen lassen wir uns besonders während der Arbeitszeit von so viel interessantem Müll zuschütten, dass unsere wichtigen ToDos darunter leiden. Vor vielen unnützen Informationsquellen, die unbewusst auf uns einprasseln, können wir uns aber leider gar nicht schützen. Wie sollen wir uns so noch angemessen auf unsere Arbeit fokussieren? Indem wir das Fokussieren lernen!

Fokussieren und Konzentrieren
Fokussieren wird bei den zunehmenden Störfaktoren von Außen immer schwieriger.

Warum sind wir so oft Sklaven unserer Reize?

Wenn wir nichts dagegenzusetzen haben werden wir zum Sklaven unserer Reize. Denn aufgehübschte Informationen neben Werbeanzeigen wirken auf unser Gehirn auf die gleiche Weise wie Süßigkeiten. Unser Belohnungssystem in Gehirn bewertet unnütze aber attraktive Informationen wie Junk-Food, das keine Nährstoffe beinhaltet. Es geht unserem Belohnungssystem nämlich nicht um Sinn oder Informationsgehalt, sondern einzig und allein um Dopaminproduktion.

So können wir uns einerseits nicht mehr auf unsere täglichen Aufgaben fokussieren, andererseits leidet unsere Selbstwahrnehmung. Das, was uns als Person wirklich ausmacht, ist für uns selbst nicht mehr greifbar und wir landen früher oder später beim Selbstfindungscoach. Dadurch, dass wir uns dieser Informationsflut hingeben, unternehmen wir (als Extrembeispiel) das Gegenteilige zu einem Mönch, der sich für den Selbstfindungsprozess in eine Höhle, weit weg von der Zivilisation, zurückzieht. Somit bekommen wir auch das Gegenteil von Selbstfindung – also so etwas wie Selbstzerstreuung.

Welche Erklärung liefert die Wissenschaft zum Thema Fokussieren lernen?

Eine interessante Frage zu diesem Thema lautet: Was sagt eigentlich die Wissenschaft Zum Thema Fokussieren lernen? Anhand von neurowissenschaftlichen Studien wissen wir, dass unser Gehirn pro Sekunde ca. 40 Signaleinheiten (Eindrücke) aus unserer Umwelt verarbeiten kann. Tatsächlich strömen aber 11 Mio. Signaleinheiten pro Sekunde auf uns ein. Unbewusst nehmen wir extrem viel wahr, bewusst im Gegensatz dazu sehr wenig.

Wenn wir nur so wenige Informationen bewusst verarbeiten können, wie schaffen wir es uns trotzdem auf uns und auf die täglichen Aufgaben bewusst zu fokussieren? Hier werden fünf Tipps beschrieben, um langfristig fokussiert und konzentriert zu arbeiten und zu leben.

Fokussieren lernen: 5 Tipps für mehr Fokus

Tipp 1: Verbesserung der Selbstdisziplin

Ohne Selbstdisziplin geht es dann doch nicht. Wir können unsere Selbstdisziplin verbessern, indem wir bspw. unser Handy zeitweise ausschalten, besonders dann, wenn wir uns intensiv auf Aufgaben konzentrieren möchten.

Auch wenn wir morgens aufwachen, sollten wir die erste halbe Stunde nicht aufs Handys schauen, denn die ersten Minuten nach dem Aufstehen beeinflussen unseren gesamten Tag enorm.

Tipp 2: Meditation und Fokus auf das Körpergefühl

Ferner können wir 5 bis 10 Minuten am Tag meditieren und uns dabei auf unser Körpergefühl konzentrieren. Bereits diese kurze Zeit hilft uns, die unnützen Dinge der Außenwelt auszuklammern. Wir richten dabei die Aufmerksamkeit auf das Gefühl in uns und werden zu stillen Beobachtern von allem, was in uns vorgeht. Der Effekt lässt sich verstärken, wenn wir die Zeitspanne der Meditation nach und nach ausweiten.

Tipp 3: Bücher lesen statt Internetwerbung

Fokussieren lernen wir auch durch das Lesen von informativen und sinnvollen Büchern, anstatt einzig und alleine das Internet zu befragen. Denn im virtuellen Netz wartet bereits die nächste Werbeflut auf uns – in Büchern glücklicherweise nicht. Das Gelesene können wir langsamer aber damit auch intensiver aufnehmen, wenn wir uns auf das Gelesene wirklich konzentrieren. Dazu sollte der Inhalt natürlich interessant für uns sein.

Tipp 4: Bewusstes Atmen

Jetzt kommt das Gehirn ins Spiel. Fokussieren lernen heißt nämlich auch, unseren präfrontalen Cortex (PFC) – unser Steuerungsnetzwerk im Gehirn – zu stärken. Das erfolgt bereits, wenn wir am Tag mehrmals zu bestimmten Zeiten tief hintereinander ein- und ausatmen. Dreimal tief hintereinander reicht häufig schon, um der Situation achtsamer zu begegnen. Der PFC ist das Areal im Gehirn, das u.a. für kognitive Kontrolle und der willentlichen Handlungssteuerung zuständig ist.

Damit dies im Alltagsstress nicht in Vergessenheit gerät, sollten wir uns zu bestimmten Zeiten Raum dafür geben bis wir diese Handlung verinnerlicht haben und sie bestenfalls zur Gewohnheit wird. Wir können uns für diese Übung bspw. mehrmals am Tag einen Wecker stellen oder die Kirchenglocken als Signal für unsere Übung nutzen. Als nächstes Level ist die sogenannte Resonanzatmung, die ich in meinem Blog-Beitrag „Atemübungen, die deinen Arbeitsalltag verbessern“ beschreibe, besonders förderlich.

Tipp 5: Raus in die Natur!

Ein Universalrezept für unser Wohlbefinden lautet: „Fokussieren lernen in der Natur!“ Ein Stichwort hierzu ist das Waldbaden. Wir gehen dazu in den nächstgelegenen Wald und nehmen die Natur bewusst wahr. Meditieren oder Yoga lassen sich wunderbar im Wald praktizieren. Es steigert den wohltuenden Effekt, wenn wir uns ganz auf das Erlebnis einlassen – ohne Druck und Eile.

Fokussieren Lernern: Probieren geht über Studieren

Probiere die Tipps am besten selbst aus. Experimentiere herum, welche Tipps sich am besten in deinem Alltag einbauen lassen. Kombiniere die Übungen so, wie sie für dich umsetzbar sind. Du wirst nach einer gewissen Zeit bemerken, dass sich dein Fokus und deine Konzentrationsfähigkeit auf dich selbst, sowie auf deine Arbeit, verbessern werden. Und das spannende ist: Wahrscheinlich werden sich noch weitere, positive Effekte in deinem Leben einstellen. Finde es heraus und lass mich gerne wissen, wie es dir gelungen ist, dich besser auf dich und deine Arbeit zu fokussieren.

Wenn du eine Frage hast oder dich von mir im Coaching begleiten lassen möchtest, dann klicke auf dem Whats-App-Button unten rechts oder nutze die Schaltfläche unten für ein kostenloses Erstgespräch.

Thomas Waaden Coaching Anonym hat 4,96 von 5 Sternen 56 Bewertungen auf ProvenExpert.com