Warum Coaching Unternehmen nachhaltig nach vorne bringt.

Warum Coaching Unternehmen nachhaltig nach vorne bringt? Coaching hilft Mitarbeiter:innen gelassener durch Krisenzeiten zu kommen, damit sie ihre Stärken im Unternehmen wieder gewinnbringend einsetzen können. In aktuell turbulenten Zeiten agieren Führungskräfte an vielen Fronten, um die Corona-bedingten Herausforderungen im Unternehmen zu stemmen. Change-Projekte, Einsparungsmaßnahmen und Stellenabbau gehören in vielen Firmen zur Tagesordnung. Mitarbeiterentwicklungsmaßnahmen werden zwar weiterhin durchgeführt, es bleiben jedoch viele individuelle Themen auf der Strecke.

Um Führungskräfte und Mitarbeiter:innen mit ihren persönlichen Themen nicht alleine zu lassen, ist es deshalb sinnvoll, individuelles Coaching im Unternehmen anzubieten. Professionelle Coaches mit einem Fokus auf Emotionen sind dafür besonders geeignet, da in turbulenten Zeiten oft unangenehme Gefühle in den Vordergrund rücken.

Gefahren der emotionalen Distanz zum Arbeitgeber beseitigen

Daten, Fakten und Zeitpläne stehen bei Geschäftsführung und Führungskräften im Vordergrund, um im schlimmsten Fall das Unternehmen vor der Pleite zu retten. In der Hektik, die die notwendigen Change-Prozesse mit sich bringen, werden Emotionen von Mitarbeiter:innen oft übersehen oder heruntergespielt. Das kann nicht nur negative Folgen für jeden einzelnen Mitarbeiter:innen haben, sondern auch für die gesamte Unternehmenskultur. Es besteht beispielsweise die Gefahr, dass sich Mitarbeiter:innen vom Arbeitgeber emotional distanzieren oder innerlich kündigen. Sie verbreiten vielleicht auch negative Stimmung, die sich auf weitere Mitarbeiter:innen überträgt. Eine erneute Bindung an den Arbeitgeber ist meist mit einem großen Kraftakt verbunden.

Die Wirksamkeit von Coaching - Unternehmen profitieren davon

Das zentrale Grundprinzip im Coaching bzw. im Emotionscoaching lautet: (Emotions-)Coaching wirkt darüber, dass es das Gehirn verändert. Insofern können Emotionscoaches als Gehirnarchitekten bezeichnet werden. Das klingt im ersten Moment vielleicht unheimlich, ist aber Voraussetzung eines wirksamen, inneren Veränderungsprozesses. In der Tat bewirkt Emotionscoaching durch eine Veränderung im emotionalen Erleben eine einhergehende Veränderung von neurologischen Prozessen. Coaching im Unternehmen kann genau davon profitieren.

In Change-Prozessen sollten persönlichen Emotionen ein hoher Stellenwert zugeschrieben werden. Denn in einer volatilen und komplexen Wirtschaftswelt wird es für den Menschen immer schwieriger die Veränderung in Außen für sich persönlich zu verarbeiten. Der Coach für Unternehmen kann Mitarbeiter:innen beim persönlichen Veränderungsprozess als wichtige Stütze dienen, insbesondere dann, wenn sich bei diesen emotionaler Stress und Blockaden in diversen Lebensbereichen ereignen.

Warum Coaching Unternehmen nach vorne bringt

Selbstverständlich ist es wichtig seine Mitarbeiter:innen über Zahlen, Daten, Fakten im Change-Prozess zu informieren. Jedoch nimmt man seine Mitarbeiter:innen nicht mit auf einen gemeinsamen Weg, wenn man nur auf dieser sachlichen Ebene kommuniziert. Es ist effektiver, eine Ebene tiefer zu gehen und mit ihnen auf der oben erwähnten emotionalen Ebene zu arbeiten.

Der Emotionscoach ist, sobald die Chemie zwischen Coach und Mitarbeiter:in stimmt, in der Lage die Emotionen zu mobilisieren und beim inneren Veränderungsprozess zu begleiten. Der Coach (für Unternehmen) ist Spezialist darin, unterschiedliche Emotionen, Trigger und Bedürfnisse zu erkennen und sehr gezielt mit diesen zu arbeiten. Da diese Arbeit sehr individuell ist, ist es notwendig, 1:1-Coaching im Unternehmen mit Teamcoaching zu kombinieren. Jede spezifische Organisationskultur hat zwar typische emotionale Grundmuster, jedoch werden diese verworfen, sobald sich Ereignisse wie z.B. Corona oder persönliche Krisen auf das individuelle Leben eines jeden Einzelnen auswirkt.

Bei den 1:1-Sitzungen geht es zum einen darum, die individuellen Ressourcen, also die inneren Kraftquellen der Mitarbeiter:innen, zu aktivieren und zum anderen, die Emotionen zu regulieren, d.h. auf ein funktionales Level zu bringen, falls notwendig. Klarzustellen ist, dass es nicht darum geht, Emotionen wie beispielsweise Wut, Angst, Ekel oder Trauer wegzucoachen, denn jede Emotion hat eine wichtige Funktion, die ein bestimmtes Bedürfnis erfüllt. Deshalb geht es vielmehr darum, sie ins Gleichgewicht zu bringen. Ein zweckdienliches Tool ist hier der Motivkompass®.

Grundemotionen als Hinweis auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter

In jeder Emotion ruht die Kompetenz, ein für uns wichtiges Bedürfnis zu erfüllen. Sie sind weder positiv noch negativ. Jede einzelne Emotion hat eine wichtige Funktion für unser Leben, denn sie erfüllt ein bestimmtes Bedürfnis. Es gibt hier einen spezifischen Emotionsdreiklang, der aus Trigger, Funktion und Bedürfniserfüllung besteht.

Unterschiedliche Charaktere reagieren auf unterschiedlichster Weise auf Veränderung von außen. Reagieren diese beispielsweise mit Ärger oder Angst, so muss sich die Führungskraft wenig Sorgen machen, wenn sich diese Emotionen als natürlich oder funktional entpuppt. Übersteuern solche Emotionen jedoch, erweisen sie sich als dysfunktional, also nicht in der gesunden Funktion. Das Bedürfnis hinter der Emotion wird somit nicht erfüllt. Das Gleiche gilt für Emotionen, die unbewusst unterdrückt werden und sich dadurch im Unterbewusstsein aufstauen, bis sie sich in einer Emotionsexplosion entladen. Auch hier sprechen wir von dysfunktionalen Emotionen.

Ein professioneller Coach im Unternehmen erkennt solche Grundemotionen, u.a. anhand von Mikroexpressionen in der Mimik. Das sind kurze, unwillentliche und emotional ausgelöste Gesichtsausdrücke, die sich nur für Sekundenbruchteile zeigen. Sie geben dem Coach für Unternehmen einen zusätzlichen Hinweis auf die aktuelle Gefühlswelt des Mitarbeitenden.

Beispiel: Grundemotion Ärger

In einem Change-Prozess gibt es oft Mitarbeiter, die sich über den Arbeitgeber ärgern und regelrecht wütend sind. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Vielleicht fehlt ihnen Transparenz im aktuellen Change-Prozess oder sie fühlen sich unfair behandelt. Es kann sein, dass sich Mitarbeiter nicht trauen ihrem Ärger Luft zu machen. Die Emotion Ärger bleibt sozusagen stecken und verstopft den Emotionsfluss.

Emotionsdreiklang bei Ärger: Im Allgemeinen wird Ärger getriggert, wenn uns jemand oder etwas an unserem Ziel hindert oder uns Unrecht getan wird. Die Funktion hinter Ärger ist, dass wir das Zielhindernis beseitigen. Das Bedürfnis dahinter ist Selbstwirksamkeit.

Beispiel: Grundemotion Angst

Andere Mitarbeiter haben im Change-Prozess vielleicht große Angst, bedingt durch die Corona-Situation selbst und durch die Ungewissheit, ob der eigene Arbeitsplatz sicher ist. Vielleicht wird die Angst der Mitarbeiter:innen durch die Geschäftsleitung oder Vorgesetzte missachtet und negative Botschaften werden unterdrückt. Oder sie schüren sogar Angst, um alles aus ihren Mitarbeiter:innen herauszuholen. Dies sorgt nicht nur für große Unsicherheit, es besteht auch die Gefahr, dass diese Angst im Menschen stecken bleibt, sich aufstaut und sich nicht auf natürliche Weise entfalten oder entladen kann. Diese oder ähnliche Szenarien sind häufig ein Auslöser für Depressionen oder Burn-Out.

Emotionsdreiklang bei Angst: Im Allgemeinen wird Angst getriggert durch die Bedrohung des körperlichen oder psychischen Wohlbefindens. Die Funktion hinter Angst ist, die Bedrohung zu vermeiden oder erwarteten Schaden zu reduzieren. Das Bedürfnis dahinter ist Sicherheit.

Emotionen & Coaching - Unternehmen profitieren von dieser Kombination

Welcher riesige Mehrwert würde sich Arbeitgebern und ihren Mitarbeitern bieten, wenn Unternehmer und Vorgesetzte wüssten, wie wirksam professionelles Emotionscoaching ist?

Über diesen Satz, der in einem meiner letzten Lehrgänge von einem Unternehmer ausgesprochen wurde, musste ich lange nachdenken und er hat mich u.a. zum Schreiben dieses Beitrags verleitet. Emotionscoaching im Businesskontext ist noch recht unüblich, jedoch sehr effektiv und übergreifend auf alle Lebensbereiche. Nach meiner Erfahrung werden auch in privaten Coaching-Sitzungen mindestens genauso viele berufliche wie private Anliegen behandelt. Es macht in einem modernen Arbeitsumfeld wenig Sinn, den privaten Lebensbereich vom Beruflichen strikt zu trennen. Ein positiver Effekt im Emotionscoaching ist deshalb: Wird ein berufliches Problem in der Tiefe gelöst, so lösen sich häufig auch private Themen, und umgekehrt.

Auch wenn sich die aktuelle Corona-Situation für große Veränderungen und damit für großes emotionales Chaos sorgt, bin ich davon überzeugt, dass Unternehmen auch in der Zeit nach Corona, also im allgemeinen Alltag, von Emotionscoachings profitieren würden. In einer VUKA-Welt, also in einer Welt, die sich durch zunehmende Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit charakterisieren lässt, müssen heutzutage vielzählige Veränderungen bewältigt werden. Dies kann sich mittel- bis langfristig für Mitarbeiter als große Herausforderung darstellen. Da wir hochindividuelle Wesen sind, kann sich der Eine flexibler auf Veränderungen einstellen als der Andere. Im Grunde genommen kann jeder, der an sich arbeiten möchte, von professionellem Emotionscoaching profitieren.

Wenn du mehr zum Thema Coaching, Unternehmen & Emotionen erfahren möchtest oder dich für eine persönliche Veränderung begleiten lassen willst, dann schreibe mich gerne hier an oder nutze die Schaltfläche unten für ein kostenloses Erstgespräch, bei dem wir über deine Herausforderungen sprechen können.