Drei Atemübungen, die deinen Arbeitsalltag definitiv verbessern werden

Unsere Atmung ist ein sehr wichtiges Element, das zum Aufladen der eigenen Batterie genutzt werden kann. Wir sehen die Atmung als selbstverständlich an, da sie für uns von Geburt an zur Verfügung steht. Deshalb nehmen wir uns zweifellos zu wenig Zeit, sie in der Praxis effektiv zu nutzen. Unbewusstes Atmen heißt, wir nehmen nicht wahr das wir atmen. Die bewusste Atmung steht dagegen in Zusammenhang mit Leben im Hier und Jetzt. Atemübungen können somit unmittelbar zur Verbesserung unseres Wohlbefindens eingesetzt werden.

Die drei Atemübungen, die dich mit Energie für den Job versorgen

Diese drei Übungen können dir helfen, deinen Arbeitsalltag aufzuwerten, insbesondere wenn du stressige Arbeitstage hast und nicht mehr weiß, wo dir der Kopf steht. Zwei Übungen werden im Liegen auf dem Boden oder im Bett (morgens und abends) durchgeführt. Eine Besonderheit bei den Übungen, die wir im Liegen absolvieren ist, dass wir durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen.

1. Atemübung um morgens fit zu werden

Die Übung ist besser als die Dusche oder der Morgenkaffee. Sie sollte morgens beim Aufstehen absolviert werden, bevor wir die Füße auf den Boden stellen. Wir atmen so viel wie möglich so schnell wir können ein und atmen genauso schnell wieder aus, wobei die Lunge vollständig entleert wird. Dabei sollten wir vermeiden, in den nächsten ein bis zwei Minuten aufzustehen, da wir kurzzeitig einen hohen Sauerstoffgehalt aufweisen, der Schwindel verursachen kann. Zwei Sätze von je zehn bewussten Atemzügen sind optimal.

Die positiven Effekte dieser Atemübung

Wenn wir ziemlich heftig durch den Bauch atmen, indem wir das Zwerchfell anheben und senken, massieren wir die Leber physisch und zwingen das Blut in die Extremitäten zurück. Wenn wir diese Art des Atmens zwei Wochen lang jeden Morgen üben, werden wir sehen, dass sich unsere Hände und Füße anfangen, aufzuwärmen, weil das Blut in die Hände und Füße zurückfließt.

Dank der sehr schnellen Durchblutung des Gehirns erreichen wir viel schneller einen Zustand des vollen Bewusstseins. Das ist der beste Weg, um aufzuwachen.

Durch die Mobilisierung der Organe durch das Hin- und Herbewegungen des Bauches und des Zwerchfells, wird der Stuhlgang angeregt. Somit können wir befreit in den Tag starten und den „Müll“ vom Vortag „loslassen“.

Atemübungen zum Aufwachen
Die Atemübung zum Aufwachen aktiviert Körper und Geist

2. Atemübung zum Einschlafen bei Schlaflosigkeit

Diese Atemübung zum Einschlafen wird am Abend vor dem Schlafengehen durchgeführt. Auch hier machen wir zwei Sätze von je zehn Atemzügen, die sich jedoch folgendermaßen von den vorherigen unterscheiden. Wir lassen die Luft leise durch die Nasenlöcher einströmen, ohne uns zum Einatmen zu zwingen. Dann stellen wir uns vor, wir haben eine Kerze vor uns, und wenn wir ausatmen, sollte sich die Flamme kaum bewegen. Die Ausatmung wird daher sehr langsam und progressiv verlaufen. Diese Ausatemzeit kann 30, 40 Sekunden oder, mit etwas Übung, sogar eine Minute dauern. Wir dürfen jedoch nie außer Atem kommen. Dieser Atemübung zum Einschlafen können wir eine Visualisierung hinzufügen. Wir stellen uns vor, dass die Luft, die wir einatmen, weiß und frisch ist, um Ihren Körper zu nähren. Die Luft, die wir viel länger ausatmen, ist eine leicht gräuliche Luft, die mit Giftstoffen aus unserem Körper beladen ist. Dies sind alle Abfallprodukte des Körpers, die ausströmen.

Beim Einschlafen können uns Gedanken plagen, die wir beispielsweise aus dem Büro oder Homeoffice mit ins Bett genommen haben. Dies ist eine bedeutende Ursache für Schlaflosigkeit. Der Zweck der Technik besteht darin, all unsere Gedanken in Richtung Visualisierung des Atems zu kanalisieren. Die Atemübung zum Einschlafen hilft mir selbst in stressigen Zeiten.

Atemübungen
Die Atemübung zum Einschlafen wird im Bett durchgeführt.

3. Atemübung gegen Stress und zur Regulierung von Emotionen

Achtsamkeit ist bei dieser Atemübung gegen Stress das Stichwort. Zum einen haben wir im Laufe eines Tages eine Fülle von Momenten, die wir als „tote Momente“ bezeichnen können. In diesen Momenten denken wir zu viel nach. Angenommen, wir stehen an einer Ampel oder im Stau auf dem Nachhauseweg. Statt uns von unseren Gedanken überwältigen zu lassen, können wir die Zeit zum bewussten Atmen nutzen. Diese Zeit nutzen wir, um für 30 bis 40 Sekunden sieben bis zehn bewusste Atemzüge zu machen. Das kann genauso gut vor dem Rechner bei der Datenspeicherung, beim Warten auf eine Kollegin oder einen Kollegen oder beim Aufenthalt im Fahrstuhl sein. Wir können dabei tief und bewusst durch die Nase ein- und durch den Mund wieder ausatmen. Unsere Mitmenschen in der Umgebung merken nichts von dieser Übung und wir können uns immer besser mit dem »Hier und Jetzt« anfreunden.

Zum anderen können wir Atemübungen gegen emotionalen Stress in akuten Situationen einsetzen, in denen uns eine Emotion regelrecht überwältigt. Starke Emotionen wie Panik, Wut oder Groll, regulieren wir mittels der sogenannten Resonanzatmung. Dieser regulierende Atemzyklus dauert 10 Sekunden. Wir atmen regelmäßig 5 Sekunden ein und 5 Sekunden aus. Dadurch erhalten wir wieder Kontrolle über uns selbst, denn das Stresszentrum im Gehirn wird heruntergefahren. Das Steuerungszentrum im Gehirn kommt wieder in seine Kraft. Der Körper kann sich entspannen. Bei regelmäßiger Durchführung wirkt diese Technik auch vorbeugend. Ich nutze Atemübungen gegen Stress in „toten Momenten“, in denen es sonst eh nichts zu tun gibt. Einen ausführlichen Beitrag zur Bekämpfung der Emotion „Angst“ mittels Atemtechniken findest du hier.

Innere Unruhe und Angst bekämpfen
Atemübungen gegen Stress und übersteuerten Emotionen helfen uns gelassener zu werden.

Atemübungen als Energiequelle für den Alltag

Die oben beschriebenen einfachen Atemübungen sind für unsere Gesundheit von großem Nutzen. Ob Atemübung gegen Stress, Atemübung zum Einschlafen oder um morgens fit zu werden, alle Übungen dienen unserem Wohlbefinden auf nachhaltige Art und Weise. Wir erhalten wertvolle Energie, indem wir unsere Batterie kontinuierlich durch Atemübungen aufladen. Viele von uns entladen ihre innere Batterie mehr, als sie wieder geladen wird, was mittel- bis langfristig zu Erschöpfungszuständen führen kann. Durch diese drei Atemübungen können wir unserem (Arbeits-)Leben eine wertvolle Energiequelle liefern, die wir immer bei uns haben. Viel Erfolg beim Üben!

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Thomas Waaden Coaching Anonym hat 4,96 von 5 Sternen 56 Bewertungen auf ProvenExpert.com